Books

1/2

Tageslicht/ Daylight

Artistbook 2014

Pencil Drawings Matthias Wyss from 2010-20014

182 Drawings Duplex B/W

352 Pages

24.2 X 30.3 Cm

Thread Stitching/

Schweizer Broschur, Fadenheftung

Text: Matthias Wyss, Alice Henkes,

Beatrice von Matt

Graphic Design: B & R Grafikdesign Bern

Edition 500 Ex 2014

Awards:

2013 Hauptpreis Aeschlimann-Corti-Stipendium

2013 Hauptpreis Aeschlimann-Corti-Stipendium

2013 Förderpreis Bildende Kunst Kanton Solothurn

2013 Kiefer Hablitzel Award

Edition Haus am Gern Biel/ Bienne

Edition Stephan Witschi Zürich

ISBN 978-3-906191-01-0

→  Drawings

→  SHOP

 

Chf 65.-

(+ Porto/Package)



FESTZELT

(aus Tageslicht 2014)

Matthais Wyss, 2014

 

Durch die Fenster des einfahrenden Zuges sieht man Leute in den unterirdischen Bahnhofshallen warten. Mitten in der grauen Wolke liegen die Liebenden gehüllt in leuchtende Lacken, sie küssen und beißen sich. Dann wächst eine Art Gewebe, woraus die vielen Säuglinge fallen. Das ist kein wirkliches Ereignis. Es vollzieht sich schnell-schnell. Die Welt geht nicht unter. In der Schalterhalle nebenan hört man die gewohnten Ansagen. Ein Ruck durchläuft die Warteschlange und sie gerät wieder ein paar Meter weiter in die signalisierte Richtung. (...)

→  Mehr

 


IM DICKICHT DES SEINS - ZU DEN ZEICHNUNGEN AUS DEM «TAGESLICHT-ZYKLUS»

Alice Henkes, 2014

 

Aus Fragmenten, Detailbildern, Andeutungen lässt Matthias Wyss in seinen Zeichnungen eine beglückend-verwirrende Bildwelt wachsen, die sich als vieldeutige Erzählung über das Mensch-Sein anbietet. Die Trennlinie zwischen Wirklichkeit und Traum ist in diesen Zeichnungen häufig kaum auszumachen. Figuren, stets ein wenig im Ungefähren bleibend, scheinen aus stürmisch bewegten Elementen aufzusteigen, euphorisch fliegend oder sich qualvoll windend. Sie wachsen in unergründliche Landschaften hinein und aus ihnen heraus.
Figuren, Tiere, Turnschuhe, Bäume, ganze Szenerien lässt Matthias Wyss auf kleinformatigen Blättern entstehen. Die feinen Bleistiftlinien drängen über das Papier wie die Sprossen einer Schlingpflanze. Persönliche Gedanken und Träume fliessen in diesen gleichsam vegetativen Entstehungsprozess ebenso mit ein wie Reflexionen über gesellschaftliche Diskurse und Zitate aus der Kunstgeschichte. (...)

→  Mehr

 


MARQUEE

(from Tageslicht/ Daylight 2014)

Matthais Wyss, 2014

 

Through the windows of the moving train you can see people waiting in the subterranean stations. In the middle of the grey cloud the lovers lie, enveloped in glimmering puddles, they kiss and bite one another. A kind of web grows from which the many infant babies fall. That isn't a real occurrence. It happens quick-quick. The world is not coming to an end. In the adjacent ticket hall you can hear the usual announcements. A hitch catches the queue and it moves another few metres in the signalled direction. (...)

→  Read More

 


IN THE THICKET OF BEING - ON THE DRAWINGS OF THE «DAYLIGHT CYCLE».

Alice Henkes, 2014

 

Fragments, closeups and hints are the building blocks of the simultaneously pleasurable and confusing visual world of Matthias Wyss’ drawings, creating a multilayered narrative about what it means to be human. The thin line between reality and dream is frequently hard to make out in these drawings. Figures that remain somewhat indeterminate seem to rise from turbulent, animated elements, soaring euphorically or writhing in agony. They merge with or emerge from unfathomable landscapes.

Matthias Wyss brings forth human figures, animals, fashionable clothes and sneakers, trees and entire landscapes on his small-scale sheets of drawings. The finely pencilled lines surge across the paper like a sprouting plant. Personal thoughts and dreams are equally part of this organic process as are reflections on social discourse or references to art history. (...)

→  Read More

 

 

 

 

 



2/2

Dschungel - Erstes Buch

Artistbook 2010

Pencil Drawings, Text, Design: Matthias Wyss

from 2004-2005

265 Drawings B/W

356 pages

22.1 X 28.6 Cm

Cloth Binding / Leineneinband

(1. Edition 25 Ex 2005)

2. Edition 100 Ex

Numbered And Signed

Awards:
Anderfuhrenstipendium 2005
Eidgenössischer Preis für Kunst 2006
Kiefer Hablitzel Preis 2006

Rotary Club Preis 2006

Edition Haus am Gern Biel/ Bienne

ISBN 978-3-033-02374-1

→  Drawings

→  SHOP

 

Chf 240.-

(Total)



«IS THERE ANYTHING IN THE JUNGLE TOO LITTLE TO BE KILLED? NO.» BALU, DER BÄR

 

Liebe Leserin, lieber Leser


Vor fünf Jahren hat der damals 20jährige Matthias Wyss mit «Dschungel, Erstes Buch» ein fulminantes Debut vorgelegt, das uns sofort in seinen Bann gezogen hat. Und nicht nur uns: das Werk wurde mit dem Bieler Anderfuhren-Stipendium, dem Eidgenössischen Preis für Kunst sowie dem Kiefer Hablitzel Preis ausgezeichnet. Wir sind stolz, Ihnen das preisgekrönte Buch nun in seiner zweiten Auflage von 100 nummerierten und signierten Exemplaren anbieten zu dürfen.

«Dschungel, Erstes Buch» ist die Zusammenfassung von fünf Skizzenbüchern, die Matthias Wyss in einer Art von kreativem Furor zwischen August 2004 und März 2005 mit Bleistiftzeichnungen, szenischen Notizen und Anmerkungen gefüllt hat. Auch wenn der Titel eine subkutane Verwandtschaft zu Rudyard Kiplings (von Disney leider weichgespülten) «Dschungelbuch» behauptet, entwickeln die rund 250 Zeichnungen, Abfolgen und Skizzen in Wyss‘ kongenialem Buch keine chronologische Geschichte und schon gar keine falsche Moral. Zwar wird auch gejagt, gebissen und gerissen was das Zeug hält, doch die kämpfenden Tiere und Fabelwesen verschmelzen im Graphitstaub zu dramatischen Entitäten aus Licht und Schatten - hier findet also kein Kampf zwischen Gut und Böse statt, sondern ein gemeinsames Ringen der Dunkelheit mit der Helligkeit um eine prekäre Ordnung im Chaos des Dschungels. Während das Graphit des Bleistifts die leuchtende Ebene des Papiers kolonialisiert, schlitzt das Papier die bleierne Schwärze auf wie Krallen. Das Blättern in «Dschungel, Erstes Buch» gleicht deshalb eher der Reise von Joseph Conrads Flussdampferkapitän Marlow in das «Herz des Finsternis», der sich angesichts der unheimlichen grünen Wand des Dschungels fragte, «ob die Ruhe auf dem Antlitz der Unendlichkeit, die uns anblickte, als Bitte oder als Drohung gemeint war. Wer waren wir, die wir hier eingedrungen waren? Konnten wir das ungefüge Ding handhaben, oder würde es uns handhaben? Ich fühlte plötzlich, wie gross, wie unheimlich gross das Ding war, das nicht sprechen konnte und vielleicht ebenso wenig hören. Was war dort drinnen?»
Eine mögliche Antwort finden Sie in «Dschungel, Erstes Buch» von Matthias Wyss.
 
Mit freundlichem Gruss
Rudolf Steiner & Barbara Meyer Cesta
Edition Haus am Gern

 


DER LÖWE SPRICHT, NUR VERSTEHEN WIR IHN NICHT.

Francesco Micieli, 2005

 

Das Tier steht da und der Mensch ist gemeint.

Die Verwandlung in Tiere war eines der Lieblingsspiele der griechischen und römischen Götter. Bis zu unserer Zeit werden Bilder aus dem Natur- und Tierreich gebraucht, um auf Probleme menschlicher Gesellschaften aufmerksam zu machen. Obwohl Matthias Wyss zur Disney-Generation gehört, ist er in seinem Werk inhaltlich näher an George Orwell und seiner „Animal Farm“. In einem Artikel zur Marktperformance in der Gegenwartskunst sagt Beat Wyss, jung sein und ein unverbrauchter Blick sei die erste Bedingung zum Erfolg in der Kunst.

Mit seinem Buch verblüfft er uns schon mit der Menge an Seiten, die er in einer Art von kreativem Furor gestaltet hat. Matthias Wyss zeichnet nicht, er malt mit dem Bleistift. Mit seinem feinen Gespür für die Penombra, das Zwielicht, zwingt er uns als Betrachter, ganz genau hinzuschauen. Wir gelangen in Wunder-Welten, die uns hineinziehen und uns auf den eigenen Dschungel zurückwerfen. Auf diese Weise wird die Frage, wie sich authentische Ich-Erfahrung, Autonomie und Identität in einer von billigen Versprechen durchtränkten Welt behaupten können, überzeugend gelöst.

Die Dramaturgie von Matthias Wyss ist eine Dramaturgie des Lichts. Sie scheut sich weder vor grossen noch ganz fragilen Inszenierungen, es sind Erzählungen in der Erzählung