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Im Dickicht des Seins

ZU DEN ZEICHNUNGEN AUS DEM «TAGESLICHT-ZYKLUS»

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Alice Henkes, 2014

 

Aus Fragmenten, Detailbildern, Andeutungen lässt Matthias Wyss in seinen Zeichnungen eine beglückend-verwirrende Bildwelt wachsen, die sich als vieldeutige Erzählung über das Mensch-Sein anbietet. Die Trennlinie zwischen Wirklichkeit und Traum ist in diesen Zeichnungen häufig kaum auszumachen. Figuren, stets ein wenig im Ungefähren bleibend, scheinen aus stürmisch bewegten Elementen aufzusteigen, euphorisch fliegend oder sich qualvoll windend. Sie wachsen in unergründliche Landschaften hinein und aus ihnen heraus.
Figuren, Tiere, Turnschuhe, Bäume, ganze Szenerien lässt Matthias Wyss auf kleinformatigen Blättern entstehen. Die feinen Bleistiftlinien drängen über das Papier wie die Sprossen einer Schlingpflanze. Persönliche Gedanken und Träume fliessen in diesen gleichsam vegetativen Entstehungsprozess ebenso mit ein wie Reflexionen über gesellschaftliche Diskurse und Zitate aus der Kunstgeschichte. in einem kontinuierlichen Arbeitsprozess entstehen meisterhaft ausgeführte und atmosphärisch dichte Bilder, in denen der obsessive Zeichner Wyss eine Welt aufscheinen lässt, die den Betrachter unwidersteh- lich in ihre traumgleichen Tiefen zieht.

 

 


DSCHUNGEL UND KOSMOS
Gleich nach seiner Ausbildung in der Fachklasse für Grafik an der Schule für Gestaltung Biel hat Wyss mit der Publikation «Dschungel, erstes Buch» eine Zeich- nungsserie vorgestellt, die, in Buchform gefasst, von der Natur erzählt, wie sie nicht im Biologiebuch steht. Mit sensiblem Bleistiftschwung schiebt Wyss alle botanisch-anatomischen Details beiseite. in vignettenhaften Bildern beleuchtet er Details, gewährt Einblicke in ein undurchdringliches vegetatives Chaos.
im Dschungel-Buch von Matthias Wyss finden sich weder Anleitungen zur Bestimmung von Pflanzen oder Tieren noch Oden an die Wunderwelt der Natur. Aus Matthias Wyss’ gezeichneten Dickichten springt den Betrachter eine Angstlust an der Natur an, ein dunkles Ahnen und Staunen über dieses wilde Werden und Vergehen, dem wir selbst mit Leib und Leben nicht entrinnen können.
in einer Reihe von Kupferstichen, die 2009 in der Ausstellung des Aeschlimann corti-Stipendiums in Langenthal zu sehen waren, löst sich die Naturwelt des «Dschungels» in ungegenständliche Formen auf. Die betörenden Drucke erinnern an kosmische Weiten, Sternenwirbel, Sturmwellen und tosende Flammenzungen. Spürbar wird in diesen Arbeiten auch eine formale Nähe zu Kunstschaffenden wie Julia Steiner oder Stefan Guggisberg. Bereits mehrfach wurde Wyss ausgezeichnet, unter anderem mit dem Eidgenössischen Preis für Kunst, dem Kiefer-Hablitzel-Preis und dem Anderfuhren Stipendium. Bewusst wendet Matthias Wyss nach der Arbeit an den Druckgrafiken sich nun wieder einem erzählenden Zeichnen zu und schafft sich mit dem «Tageslicht-Zyklus» ein Projekt, in das er auf längere Zeit eintauchen kann.

 

 


HYMNISCHE EKSTASEN, EXISTENZIELLE KÄMPFE
Seit 2011 arbeitet der Künstler an dem so umfangreichen wie faszinierenden «Tageslicht-Zyklus», der aus über 250 Bleistiftzeichnungen besteht. Kleinformatige Einzelblätter und Doppelbögen füllt Wyss mit meisterhaft ausgeführten und atmosphärisch dichten Zeichnungen. Auf diesen Blättern öffnen sich wundersame Welten, reich an Figuren, reich an erzählerischen Momenten und an grossen Rätseln.
Die Geschichten, die Matthias Wyss’ Werke im Betrachter wachrufen, sind zeitlos und überpersönlich wie antike Göttersagen oder biblische Legenden. Auch wenn oft eigene Träume und Gedanken in sein Werk einfliessen, so erzählt Matthias Wyss doch keine intimen Geschichten. in seiner Zeichnungsserie hat er ein künstlerisches Universum erschaffen, von fiktiven Figuren bevölkert. Mal taumeln diese Figuren in hymnischer Ekstase, mal ringen sie in existenziellem Kampf mit äusseren oder inneren Mächten. Es gibt die expressiv gezeichneten Einzelfiguren und Kleingruppen, deren dramatische Posen Wyss gern mit profanen zeitgenössischen Details wie einem Turnschuh konterkariert. Auf anderen Blättern erinnern wimmelnde Figurenmengen an die von lebhafter Geschäftigkeit und albtraumhaftem Schrecken durchzogenen Bildwelten eines Pieter Bruegel oder Hieronymus Bosch.

 

 

 

FRAGMENTARISCHE ABWEICHUNGEN
Matthias Wyss nennt seine Zeichnungen «fragmentarische Abweichungen». in dieser wundersam schönen Benennung ist alles enthalten, was den Betrachter an diesen Arbeiten entzücken und beglücken mag: das Bruchstückhafte, Andeutende, Ausschnitthafte ebenso wie das überschwänglich Fabulierende, in alle Richtungen Ausufernde und eben das Rätselvolle.
Die Arbeit am «Tageslicht» beginnt im Dunkel der Träumerei. Mit Geschichten, die sich im Kopf des Künstlers vor dem Einschlafen entspinnen und die sachte in den unkontrollierbaren Bereich des Schlafes hinüberkippen. Am Zeichentisch sucht Matthias Wyss diese Geschichten in Bilder zu fassen. Doch wie beim nächtlichen Fabulieren Morpheus’ Arme nach den realistischen Enden des Erzählten haschen, so lässt sich der Künstler bei Tag von der Lust an der Gestaltung auf unvorhergesehene Seitenwege führen. Matthias Wyss konzipiert seine Arbeiten nicht mittels Vorzeichnungen, Skizzen, Plänen. Er setzt den Bleistift an. Und von der Zeichenlust geführt, folgt er dem eigenen zarten Strich wie ein Nachtwandler. Ob Flammen oder Figuren: Sie wachsen unter Matthias Wyss Händen im Rhythmus des Zeichnens, im engen Radius des dicht über dem Papier suchenden Bleistiftstrichs. Aus den feinen Linien und Schraffuren entstehen nach und nach einzelne Figuren, architektonische, pflanzliche oder auch kosmische Elemente. Zuweilen hat eine Figur am Anfang fünf Beine und nimmt erst im kontinuierlichen Weiterarbeiten eine klarere, eine glaubhafte Form an, ohne dabei notwendig zur in sich geschlossenen Figur zu werden. Matthias Wyss’ Bildwelt wirkt, als sei sie in steter Bewegung. Seine Zeichnungen wirken nicht wie eingefangene Momente, in ihnen scheint das ewige Fliessen zu vibrieren, in dem sich die permanente Veränderlichkeit alles Lebenden und Seienden ausdrückt. Sie deuten Geschichten und Geschehnisse an, lassen dabei vieles offen und ziehen den Betrachter so unwiderstehlich in ihre rätselvollen Tiefen hinein.

 

 


MYTHEN UND LEGENDEN
Die Szenerien, in die Wyss seine Figuren bettet, wirken manchmal wie allegorische Darstellungen von Naturkräften wie Wind und Wasser. Oft sind es auch klar erkennbare Landschaften wie Wald oder Küste. in einigen Arbeiten findet sich auch die gezähmte Natur der Parks mit rechtwinkligen Rasenstücken und sauberen Wegen, über die Damen mit Sonnenschirmchen flanieren. Hier klingt eine Monet’sche Sommerheiterkeit an wie eine nostalgische Melodie. in den jüngsten Arbeiten finden sich auch urbane Szenen, die mit ihren leicht verschobenen Perspektiven, ihren unruhigen Blickwinkeln an die Bildsprache des Expres- sionismus erinnern. Es ist vor allem der expressionis- tische Film der 1920er Jahre mit seinen kühnen Raum- dekompositionen, der Matthias Wyss beeinflusst hat.
Zuweilen greift er die Motive und Figuren aus Mythen und Legenden auf und verleibt sie in seinen Zeichnungszyklus ein. Die Wölfe, die finsteren Schatten gleich, durch die Nacht stieben mit wilden Mäulern, erinnern an die Horrormär vom Werwolf, vom Menschen, der des Nachts die Vernunft, das Gute, das Menschliche ablegt und zur Bestie wird. Zudem klingt im Werwolf-Motiv auch das Verhältnis zwischen Mensch und Tier, Mensch und Natur an, das oft in den Zeichnungen von Matthias Wyss aufscheint. Den menschlichen Versuchen, der Natur und der eigenen Natürlichkeit denkend Herr zu werden, begegnet er mit sanfter ironie. So steuert er in einer kleinen Bildse- rie innerhalb des «Tageslicht-Zyklus» einen Reisebus über gewundene Strassen auf ein Tipi zu und tippt so sachte an den Traum des zivilisierten Menschen vom edlen Wilden und von der wahren, der idealen Natur. Wobei fraglich bleibt, ob ideal und Wahrheit hier wirklich zusammenfallen.

 

 


KULISSEN DER SELBSTBETRACHTUNG
Die Figuren, mit denen Matthias Wyss seine Zeichnungen bevölkert, sind oft von erstaunlicher Gleichgültigkeit ihrer eigenen Bildwelt gegenüber. in einer wunderbar detailreichen Zeichnung zeigt Wyss einen grossen Fisch, der am Strand liegt und aus dem eine ganze Welt von Dingen platzt. Die Figuren ringsum am Strand scheinen die sonderbare Szene kaum zu bemerken. Es ist eine faszinierende Arbeit, in der kunsthistorische Referenzen auf Zitate aus der Alltagswelt treffen, und die in ihrer Entstehung durchaus typisch ist für die Arbeitsweise von Matthias Wyss. Zwei Kunstwerke inspirieren Wyss zu dieser Arbeit. Bruegels 1516 entstandene Federzeichnung «Die grossen Fische fressen die kleinen» lässt sich motivisch bei Wyss wiederfinden. Doch auch von caspar David Friedrichs «Mönch am Meer» ging ein wichtiger Anreiz für Wyss aus. Das Ölbild aus dem Jahr 1810 zeigt eine Figur, die, weitgehend vom Betrachter abgewandt, auf eine dunkle, unheilvolle See hinausblickt. Friedrich hat damit eine für die Romantik typische Metapher für die Einsamkeit des Menschen angesichts der Natur geschaffen. Wyss indes stellt sich beim Betrachten dieses dramatisch aufgeladenen Bildes einen Wal vor, der an der Küste anlandet und aus dem eine ganze Schiffsladung Kolonialwaren platzt. in seiner Zeichnung setzt er diese Vorstellung mit einem wunderbaren Sinn für das Absurde um. Die Figuren, die Wyss zu dem Wal stellt, scheinen das Merkwürdige, das hier geschieht, gar nicht zu bemerken. Passanten wie die Madonnenfigur in Trainingsjacke oder der Mann in exaltierter Pose zwischen Gebet und yoga scheinen mehr mit der Suche nach dem eigenen Sein und Selbst als mit ihrer Umwelt beschäftigt zu sein. ist die Natur in der Kunst der Romantik noch Resonanzraum für das menschliche Empfinden, so wird sie hier zur Kulisse für exaltierte Spaziergänger, die ihre Umgebung gar nicht mehr wahrnehmen. Mit der ihm eigenen Ironie tönt Matthias Wyss hier noch einmal an, was sich durch den gesamten Zeichnungs-Zyklus zieht, dass die Natur dem Menschen immer nur das ist, was er in ihr sehen kann. Doch drängt er dem Betrachter diese Gedanken nicht auf. Seine Zeichnun- gen sind narrativ und wahren doch stets ein Geheimnis. Die Szenerien, die er mit kleinen Bleistiftstrichen auf dem Papier wachsen lässt, sind niemals eindimensional, sondern immer vieldeutig, anspielungsreich, offen.

 


In The Thicket Of Being

ON THE DRAWINGS OF THE «DAYLIGHT CYCLE»

Alice Henkes, 2014

 

Fragments, close-ups and hints are the building blocks of the simultaneously pleasurable and confusing visual world of Matthias Wyss’ drawings, creating a multi-layered narrative about what it means to be human. The thin line between reality and dream is frequently hard to make out in these drawings. Figures that remain somewhat indeterminate seem to rise from turbulent, animated elements, soaring euphorically or writhing in agony. They merge with or emerge from unfathomable landscapes.

Matthias Wyss brings forth human figures, animals, fashionable clothes and sneakers, trees and entire landscapes on his small-scale sheets of drawings. The finely pencilled lines surge across the paper like a sprouting plant. Personal thoughts and dreams are equally part of this organic process as are reflections on social discourse or references to art history. In a continuous working process, images thick with atmosphere are masterly executed. Wyss is obsessive about drawing, using the medium to illuminate a world that pulls the viewer into depths akin to a dream.

 

 

 

JUNGLE AND COSMOS

Immediately following his completion of a diploma in graphic design at the School of Visual Arts in Biel, Wyss published “Jungle, first book” a book of drawings with stories about nature that could not be more different to a biology textbook. With sensitive pencil strokes, Wyss brushes aside all botanical or anatomical considerations. In vignette-like images he illuminates details and gives insight into an impenetrable chaos of vegetation. Wyss’ “Jungle, first book” contains no instructions for the identification of plants or animals, nor does it consist of odes to the wonders of nature. The thicket he draws tells the spectator about a paradoxical fear and pleasure in nature, a dark foreboding and wonderment at the wild cycle of becoming and decay that we cannot escape with life nor limb.

In a series of etchings that the artist showed at the annual exhibition of the Aeschlimann-Corti Prize in Langenthal (Bern) in 2009, the natural word of “Jungle” dissolves into abstract shapes. The enchanting prints evoke cosmic expanses, swirling stars, storm surges and roaring flames. In these works there is a noticeable formal proximity to other young artist from the region, such as Julia Steiner or Stefan Guggisberg. Wyss has received repeated recognition for his work, including the Federal Art Prize, the Kiefer-Halblitzel Prize and the Anderfuhren Grant. After his work on the prints, Wyss very consciously returned to narrative drawing. The result was “Daylight”, a project that he could immerse himself in for some time.

 

 

 

HYMNAL ECSTASY, EXISTENTIAL STRUGGLES

Since 2011 the artist has worked on the extensive and fascinating “Daylight” cycle, which consists of over 250 pencil drawings. Wyss fills small-scale single pages and double sheets with precisely executed, dense atmospheric images. These sheets of paper open onto wondrous worlds, rich in figures, narrative moments and great mysteries.

The stories evoked by Matthias Wyss’ work are timeless and universal, like ancient myths of the gods or biblical legends. Although the artist’s own dreams and ideas do find their way into the work, Matthias Wyss does not tell intimate stories. His series of drawings creates a universe populated by fictional figures. Sometimes these figures are delirious with a passionate ecstasy; then again they exhaust themselves in existential struggles with external or internal forces. There are both expressively drawn individual figures and small groups whose dramatic poses Wyss likes to contrast with profane contemporary details such as a pair of sneakers. Other pages teeming with masses of figures evoke the visual worlds of Pieter Bruegel or Hieronymus Bosch, with their contrast between bustling life and nightmarish terror.

 

 

 

FRAGMENTARY DIVERGENCES

Matthias Wyss refers to his drawings as “fragmentary divergences.” This beautiful phrase contains everything that enchants and satisfies the viewer in his work: the suggestiveness of fragments and excerpts as well as the exuberant, excessive inventiveness and finally a sense of mystery. The work on “Daylight” begins in the darkness of dreams, with stories that the mind of the artist generates while falling asleep and that spill over into the uncontrollable world of the dream. At the drawing desk, Matthias Wyss attempts to capture these stories as images. But just as Morpheus’ embrace grasps at the realistic fringes of the tale during out nightly imaginings, the artist by day is led down unforeseen paths by his pleasure in design and invention. Matthias Wyss does not conceive his work with the aid of preparatory drawings, sketches or plans. He takes his pencil and lets the joy of drawing lead him, following his own delicate pencil strokes like a sleepwalker. Whether flames or figures: they all grow in Matthias Wyss’ hands to the rhythm of the act of drawing, in the narrow radius of the pencil stroke searching for a way forward as it hovers on the surface of the paper. Fine lines and hatching gradually evolve into individual figures, architectural, organic or cosmic elements. Sometimes a figure starts off with five legs and only takes on a more continuous, realistic shape in the course of the working process, without necessarily ever ending up as a completely defined entity. Matthias Wyss’ visual world appears as if it is in constant movement. His drawings never give the impression of moments captured in time, eternal flow seems to vibrate within them, expressing the permanent transformation of all living things and all existence. They suggest stories and events but leave much room for speculation, pulling the viewer irresistibly into their mysterious depths.

 

 

 

MYTHS AND LEGENDS

The scenes surrounding Wyss’ figures sometimes seem like allegorical representations of natural forces such as wind and water. Often they include recognisable landscapes such as woods or a coastline. Some drawings show nature tamed, depicting parks with angular lawns and tidy paths along which ladies promenade with parasols. Monet’s cheerful scenes of summer here echo like a nostalgic melody. in the most recent work there are urban scenes as well, with slightly misaligned perspectives and restless viewpoints reminiscent of the visual strategies of expressionism. Wyss was particularly influenced by the bold spatial composition of 1920s expressionist cinema.

At times he incorporates motifs and figures from myths and legends in his drawings. Wolves racing through the night like dark shadows with mouths frothing evoke the horror stories about werewolves, people who by night discard reason, goodness and humanity itself to turn into raging beasts. At its heart the myth of the werewolf is about the relationship between man and beast and man and nature, which is a central and recurring theme of Matthias Wyss’ work. Gentle irony is the artist’s response to humanity’s endeavours to master nature and its own place within it by force of reason. For example as small series of images within the “Daylight” cycle shows a tourist coach riding along winding roads towards a remote indigenous settlement signified by a tipi, thus subtly tapping into the dream of the noble savage and an ideal of nature constructed by western civilisation, while critically examining the gap between ideal and reality.

 

 

 

STAGE SETS FOR SELF-CONTEMPLATION

The figures that populate Matthias Wyss drawings are often surprisingly indifferent to the world that surrounds them. In a wonderfully rich, detailed drawing Wyss shows us a large fish stranded on a beach, with a whole world of things erupting from its belly. The surrounding people depicted on the beach don’t even appear to notice this strange scene.

It is a fascinating picture, in which art historical citations meet quotidian references to daily life, and the story of its conception is typical for Matthias Wyss artistic process. Two works of art inspired Wyss’ image. Bruegel’s drawing “Big Fish eat Little Fish” from 1516 is recognisably the source of the motif. in addition, Wyss was fascinated by caspar David Friedrich’s “Monk by the Sea”. This famous oil painting from 1810 shows a single figure with its back to the viewer, looking out on an ominous dark ocean. In this single image Friedrich created a resounding metaphor for the loneliness of man in the face of nature, a sentiment typical of the Romantics. Wyss reworks both these images to imagine a whale landing on a coast and a whole shipment of colonial trading goods bursting from it. The drawing brings this scene to life with a wonderful sense of the absurd. The figures he places near the whale don’t even seem to notice that anything strange is happening. Passersby such as the Madonna figure in a sports jacket or the man in an exalted pose somewhere between prayer and yoga, seem more concerned with the search for their own being and identity than with their surroundings. Whilst for the Romantics nature still resonated with human emotion, here it becomes a stage set for selfimportant leisure seekers who don’t perceive or relate to their environment. With his innate irony Matthias Wyss here once again hints at the themes that pervade the entire “Daylight” cycle: nature to man is only ever that which he is able to perceive in it. However the artist does not force this conclusion on the viewer. The drawings tell stories while remaining mysterious. The sceneries that grow from tiny pencil strokes on paper are never one-dimensional, always ambiguous, rich in allusions and open-ended.