Text

Festzelt

(aus Tageslicht/ Daylight)

Matthias Wyss, 2014

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Zu sehen sind Trainingsanzüge, die über Hindernisse geometrische Formen springen. Im Mini-Erholungsgebiet ist der Mensch noch immer für sich da. So an Sonntagen, wenn die vielen kleinen Punkte mit Velohelmen und Elektromobilen in den karierten Feldwegen der Kulturlandschaft sich verfangen und von Weitem alle wie kleine, kahlköpfige Pilzchen in der Sonne glitzern. In ausgeschmückten Scheunen und Zelten erfreut sich die Bescheidenheit einer ganzen Festbank insgeheim an den dahinter versteckten Bösartigkeiten. Oberhalb der Nebelgrenze genießen mehrere Lederanzüge mit Nierengurten und toten Mücken drauf ein gutes Stück Naturabeef und lassen es sich dabei nicht nehmen, sich vorzustellen, wie das Leben eigentlich sein sollte. So wie vor zweihundert Jahren, als alles noch in Ordnung war. Aber die Straßen sehen nicht aus wie vor zweihundert Jahren. Die Leute sind zappelig geworden, wegen der Veränderungen. Sorgen muss man pflegen, sie aus den Gärtchen bis zur Unkenntlichkeit raus züchten, bis nichts mehr identifizierbar bleibt für die, die anklopfen. Es ist das letzte Zückerchen, sich zugleich unglücklich und übersättigt zu fühlen, vielleicht ein Grund, warum sie die Grenzen endlich zumachten.

 

 

Auf den Parkplätzen der Autobahnraststätten, unter den vielen auftürmenden Himmeln, suchte er nach etwas Dunklem unter den Steinen. Goldene Straßen fließen in seinen Händen wie goldener Wein. Menschen sind leere Gläser, engelhaft liegen sie mit den Ohren auf dem Boden und sie hören Füße krabbeln, bedeutungsloses Rauschen vorbeiziehen. Daraus erzeugen sie Vorstellungen. Diese Bilder haben aber keine Bedeutung. Sie sind einfach da, um zu glitzern. Um etwas bübisch-Abenteuerhaftes zu wecken in uns allen, damit irgendetwas zu wachsen beginnt. Eine hoffnungsfremde Wüste, in der man den Sand vorbeirieseln fühlt. Beharrliche, glänzende Ameisen, zwischen weißen Dünen beim Abtransportieren von etwas Größerem: goldenen Käfern. Es handelt sich dabei um gewöhnliche Projektionen in Räuberhöhlen: Noch kein Anlass, sich besonders aufzuregen.

 

 

In der Distanz die vielen kleinen Ereignisse; die diagonalen und s-förmigen Linien der Feldwege wachsen ineinander. Sie erzeugen Pfade – es fällt auf, dass es unmöglich ist für den Blick, sich zu entziehen. Das Auge wird gezwungen, im Bild zu wandern. Der Eindruck eines Ganzen geht dabei verloren. Nur noch das eigene Suchen, nur das eigene sinnliche Verlangen bleibt. Unmöglich, dabei noch irgendetwas zu überschauen. Alles bewegt sich innerhalb einer Art archaischen Films, von einem Ereignis zum Nächsten und man ist mitten drin. Diese Gegend erscheint wie eine rauschende Fläche. Dann, mit anhaltender Aufmerksamkeit, erscheint eine eigene, persönliche Dramaturgie. Jeder gestaltet den Pathos des individuellen Fortschritts und Scheiterns. Zum Beispiel mit Hilfe von feinen Linien, die sich wie tragende Säulen einer Pyramide über einem zuspitzen, nur Dach und Boden fehlen. In die Distanz flüchtende Bedeutungen versetzt man liebevoll mit Pünktchen. Die Hoffnung, das Geheimnis des Bildes zu erfassen, bleibt. Es erhält den bewegten Vorgang des Sich-Im-Bild-Verirrens am Leben. Es macht Spaß, sich dem bedeutungslosen Rauschen auszuliefern und eigene Geschichten darin zu erfinden.

 


Und hier sehen Sie die Alteingesessenen, die seit jeher einander aufhocken und hier auf den Festbänken lagern wie Butterblöcke in ihren angenehm kühlen Hallen, in ihre Weißweinbecherli verstarrt, hier abgestellt von den Kindern, die sich nicht für sie interessieren. Nur ein bisschen enttäuscht sind sie, dass die Sklaven sie ignorieren, dass die Götter keine Blitze senden. Ich verstehe nicht, warum gerade Sie mit diesen Leuten Mitleid haben? Sie können sich ja nicht beklagen. Es gibt wirklich keine Ursache. Alles fließt in einen für sie angenehmen und bequemen Milchsee. Viele werden glauben, es handle sich dabei nur um ein paar wenige, leise-redende Arschlöcher in Gummizelten. Was menschlich ist, muss sich in den Winterschlaf zurückziehen, sich verstecken.

 


Ich betaste die plastikbespannten Oberflächen. Die nervösen Finger suchen instinktiv nach einem Wasserloch, nach etwas Schleimigem, in das sie hineingesteckt werden können. Ferienbraune Arme im grünen Licht der Notausgänge, beinahe wie langhalsige Dinosaurier. Wir werden während der ganzen Ferien das ungute Gefühl nicht mehr los, dass Menschen, wenn sie nicht arbeiten müssen, unnatürlich aussehen. Vielleicht ist man nur etwas schlecht geworden, vielleicht ohne eigenes Zutun. Vielleicht ist es gespielt, weil man sich nicht konfrontieren will mit der Erbs-Sünde: sich auf den unzähligen noch so gemütlichen Sofas und Badetüchern immer nur halb wohl zu fühlen. Es ging ja in Wirklichkeit ganz gut, auch ohne Identität. Die beschäftigten, mit-gültiger-Niederlassungsbewilligung-Männer nur in Turnschuhen auf weißem Laminat zappelnd und ein einsamer Mönch pathetisch am Badestrand herumirrend, den Leuten über ihre farbigen Badetücher stolpernd. Eine künstliche und schöne Oberfläche ist geblieben.



Die Regioexpresse fahren auf den Gleisen wie futuristische Ufos, überall sind Leute, die wie Edeldamen und wie Ritter aussehen, ihre Sandalen halten sie gerade zueinander unter gepolsterten Sitzen. Schmetterlinge aus Glas fliegen aus winzigen Gefäßen, die im ganzen Waggon zerstreut an weinroten Polstern der Bundesbahnen hängen. Rubinrote, silberne und kühlleuchtend blaue. An den Stellen, an denen sie landen, bilden sich Weiße Höfe aus gefrorenem Tau. Das Innere des Zuges ist hell und wie ein Tontopf gebrannt. Die Gedanken verschiedener Reisegruppen verschieben sich innerhalb der gläsernen Zugabteile wie in Spiegelsälen, werden in Haizähne eingesperrt und hin und her geworfen. Denn sobald eine der Reisegruppen mit einem Ding beginnt, verlangt die andere schon nach einem nächsten Ding – und jedes Ding erfordert Sorgfalt. Deshalb bleibt es bei einer ständigen Sorge um die vielen stehengelassenen Dinge, die so ja eigentlich nie fertig werden. Sonst könnte sich vielleicht jeder Einzelne dem Eigenen widmen. Niemand wird sich auf Kosten seines erarbeiteten schöpferischen Potenzials unnötig in Gifttöpfchen beugen, weil die Lähmungserscheinungen nicht besonders interessieren.

 

 
Durch die Fenster des einfahrenden Zuges sieht man Leute in den unterirdischen Bahnhofshallen warten. Mitten in der grauen Wolke liegen die Liebenden gehüllt in leuchtende Lacken, sie küssen und beißen sich. Dann wächst eine Art Gewebe, woraus die vielen Säuglinge fallen. Das ist kein wirkliches Ereignis. Es vollzieht sich schnell-schnell. Die Welt geht nicht unter. In der Schalterhalle nebenan hört man die gewohnten Ansagen. Ein Ruck durchläuft die Warteschlange und sie gerät wieder ein paar Meter weiter in die signalisierte Richtung.

 

 
Die Langstreckenflüge steigen in den Himmel wie glühende Schlangen. Die Welt sitzt wie kleine Kinder auf unseren Mammuthosen. In der Hölle, wenn sie auf Bananenschalen ausrutschen, müssen die Leute immer wieder lachen. Das weiß jeder von Zuhause, von der eigenen Terrasse, vom Fernsehtischchen. Man könnte einfach da sein, mit einer Hand voll und ohne lange zu warten ein Bierchen trinken. Wenn immer mehr Leute die ihnen zugewiesenen Straßen verlassen und nackt in die Hügel hinauf springen wie Kinder, die man in einem Paradies alleine gelassen hat. Wenn es möglich wäre, den Alltag auf den Feldwegen zurückzulassen und dass die Bauern nackt in ihre frisch gepflügten Felder springen, dann könnte man sich zwischen den Furchen verstecken und auf Bäume klettern. Von unten wird es einmal aussehen wie wüste Äste im Conyland. Und ihr sollt werden wie die Brennnesseln.

 

 
Es hat leise zu regnen begonnen. Die Berge bröseln oben etwas ab, unten wird ihnen ein bisschen nachgestoßen. Sie fühlen sich wie zu pathetische Statuen zwischen den Lebenswalzen. Sie legen ihre Pflastersteine wieder auf die verzierten Teppiche. Der Teufel selbst wohnte gar nicht mehr da. Da war ein Briefkasten, nicht eines der tausendköpfigen Ungeheuer, die vielleicht rauskommen, den Leuten auf den Parkplätzen die revolutionären Köpfe wegzuschlagen. Drinnen sind die ziemlich netten Angestellten. Sie haben Kinder und Familien, die demonstrieren. Wenn sie auf dem Dorfplatz die Fünfräppler ausleeren, wird auch er sich etwas nehmen. Es bleibt immer ein grünes Flackern, manchmal auch auf Holzwänden, aber ist es sein Problem? Kann man es denn überhaupt ausschalten? Er selbst sieht nur die rote Kugel drehen, alles genau wie vor viereinhalb Milliarden Jahren als sozusagen Unbeteiligter. Er versucht im Fiebertraum nach einem Sockel zu greifen und ein bisschen an den unsichtbaren Haaren zu reißen, bald aber werden die schönen Paninibilder über die vielen verheißungsvollen Vierecke gespannt. Er erwacht von Neuem auf der surrenden Sommerwiese, in einer Kommune am Heurechen. Die Eichelhäher zwitschern. Sie trinken Ziegenmilch. Sie sind gekleidet in Fellen und dann küssen sie sich auf den Mund. Alles ist wieder wie in einem Traum, bevor die Grillen zu schreien beginnen, während die Steinböcke nachts um die Hütte galoppieren. Er verspürt das unangenehme Zusammenzucken der unteren Beckenbodenmuskulatur. Seine Unschuldsaugen werden aus der teichartigen Apathie von Landschaften und Melodien an die Oberfläche herauf gezwungen. Seine Kundenkarte verneinend, verpackt er die Einkäufe in seinen selbstgenähten Rucksack aus Ziegenfell. Er muss den Pincode mehrmals wiederholen, aus Nervosität. Seine Hände verschmelzen mit denen des Verkäufers zu Spiralen. Sie sind ihnen naturgegebene Werkzeuge, um Knochen aufzuspalten und an das bevorzugte Mark zu gelangen.

 

Plastikstühle werden näher zueinander geschmolzen und man wischt sich immer wieder Sägemehl – das Füllmaterial aus den Ikeaverpackungen – vom Rücken. Im Inneren der Gummizelte erzählen sie von den Bauern, die sich noch in Zubern wuschen und sich in ihren Stuben bückten. Bereits ihre Vorfahren waren hier geboren. Die Leute in den Augenbinden drehen an ihren Leinen um das Stöckchen in der Mitte herum. Das gegnerische Team versucht unbemerkt zu verrücken. Man lernt sich dabei kennen und man kennt sich bis zum Überdruss. Von den Hinterköpfen und Frisuren, wenn man anstehen muss vor der Kasse und es piepst. Auch in Rückspiegeln, damit man nicht versteinert. Die Substanzen, die Erfahrungen, die man damit erlangt und wie ich mich von ihnen unterscheide. Mehr erreichen mit einem Leben als mit den 250-Mikrogrämmern erscheint immer unwahrscheinlicher.

 

Die Vorbereitungen für das Fest laufen bereits auf Hochtouren. Die Leute reisen in Cars an. Sie wollen die Althergerichteten im Sägemehl ein letztes Mal sehen, die Hedonisten und die Bonvivants aus den Städten. Sie kommen in albernen, tollpatschig-traditionellen Trachten und kehren mit ihren belegten Platten in ihre geschmacklos renovierten Küchen zurück. Scheunen wurden ausgeputzt und liebevoll mit Schleifen dekoriert. Überall Plakate, von den Ehrenamtlichen mit vulgärer Gewalt über die Blumenkränze gespannt. Es muss alles einen recht beleidigenden Eindruck auf sie machen.

 

Seit aber das Konzert angefangen hat, sind die Leute auf den Bänken auffallend nervös geworden, von der Bühne etwas weg gerutscht. Es entstanden klaffende Tanzflächen an den Stellen, wo sie verschwunden sind. Zu dem Zeitpunkt weiß man aber nicht, ob man sich bewegen darf oder ob man wieder klatschen muss. Immer wieder einsetzende Guggenmusik, während einem die Ärsche auf der Festbank genagelt bleiben. Man muss sich unerwartet schämen – was die Fremden wohl von uns denken. Wenn es sie einmal nicht mehr geben sollte, werden wir Spezialisten ausbilden, ihre Überreste von Tonkrügen zu pinseln und die betroffenen Gebiete dürfen während der ganzen Zeit nur noch mit Schutz-Anzügen betreten werden, wegen dem Säuregehalt in den Ausdünstungen.

 


Ruchti, Burkart und Strebler saugen die pissige Luft ein, während Darbellay und die anderen des Souveräns sich ängstlich um die Tischfeuerchen herum gruppieren. Die drei sind in einem Streitgespräch. Der Streitpartner ist mit einem leeren Stuhl am anderen Ende des Stammtischs vertreten. Aber die innewohnenden Sorgen der Leute hat man zuerst genommen. Man hat ihnen diese armen Leute vom Hals gehalten und sie vor noch mehr Einflüssen schützen können. Die Leute sind bodenständig geblieben. Sie fühlen sich etwas eng um den Gurt und man muss ihnen möglicherweise etwas Luft machen und den obersten Knopf öffnen. Der Mut schwillt ihnen hinter ihrem eigenen Steuer und es entsteht eine überhebliche Angriffslust zu hupen, auch ohne Grund. Zu oft weiß man nicht, wer da redet. Einer, der so tut, als wäre es sein Zelt. Man sieht die schwitzenden Gesichter sich vorbei drängeln mit verhalten gierigen Mienen, um jeden Preis wollen sie noch etwas näher ans Käsebüffet gelangen und man wäre jetzt durchaus fähig, sich schlimmere Sachen anzutun.

 


Übertönt werden die Geräusche der vielen Gabeln und Teelöffel und Teller von den Osterglocken unten im Dorf. Zwischen den Volksbegierden ist immer eine verzauberte Sekunde lang ein traumatisch leeres Dröhnen, in der darauf folgenden wird zugeschlagen. Ruchti versucht mit geschlossenen Augen sich auf das metallene Geräusch zu konzentrieren. Das Ganze ist in seinem Kopf eine einzige Teigmasse geworden, die sich aus Verlegenheit im Kampf ums eigene Überleben selbst vergewaltigt. Eine heraufgewürgte Verachtung gurgelt den Menschen entgegen aus einem kosmisch umkehrenden Magen. Schweißtropfen perlen über sein erigiertes Stirn-Chakra.

 

In der Betonwölbung hängen die Postkarten mit den Mönchen in orangen Tüchern vor roten Sonnenuntergängen. In der Ecke stehen der kleine Speckstein-Buddha vom Wohnzimmer, eine Schale mit Räucherstäbchen und die duftenden Fläschchen, wahrscheinlich Massageöle, die er zuvor nirgends im Haus gesehen hat. In der Mitte des Raums steht der teure Massagetisch mit dem Loch, wo der Kopf hinkommt. Alles sieht so unbeschreiblich verletzlich aus, dass er am liebsten rücksichtslos dreinschlagen würde. Wer aber dann überhaupt zu ihr in den Luftschutzkeller kommen soll, das würde er gerne von ihr wissen. Sie hatte nicht einmal eine Ausbildung und er wollte nicht, dass sie ihn berührte. Er hatte sie gewarnt, im atomaren Ernstfall – für den er den Luftschutzraum für viel Geld hatte bauen lassen – wird sie genau sechzig Sekunden Zeit haben, das ganze Zeug raus zu räumen. Wenn es eine Sekunde länger geht, wird er die tonnenschwere Stahl-Betontür von innen her zumachen und sie nicht mehr rein lassen, bis die Radioaktivität sich herum wieder etwas gelegt hat. Dieses Szenario stellt er sich vor, während er mit der Stoppuhrfunktion seiner Rolex die scheiternden Versuche seiner Frau mitverfolgt, teilnahmslos. Ja, sie würde ihn anflehen und sie würde bereuen, derweil er die geräuschlose, riesige Tür vor ihr verschließt. Er imaginiert die DVDs, die er anschauen würde und überlegt sich, welche der Dosen er zuerst essen würde. Von Zeit zu Zeit dreht er die Stereoanlage leiser; nur wenn er ganz dicht das Ohr an die Tür hält, kann er durch die Isolierung das gedämpfte Schreien der brennenden Frau im Keller hören, aber nur am Anfang. Dann wird es stiller. Man wird ihn dann in Ruhe lassen.

 


Das klebrige “Mitmenschentum”, das sie ihm ständig anzuhängen versuchen, wenn er das Gericht betritt, haben sie dem Schnappinstinkt der Eidechsen abgeschaut. Diesen Tieren fühlt er sich näher. Schon als Kind war er beim Eingang des Zoos im Auge des großen Reptils bewegungslos gefangen. Wenn es ihn fixierte, selbst durch die dicke Glasscheibe. Amstutz dachte zuerst, diese Leute seien eigentlich nur dumm. Sie wollten ihn gar nicht durchschauen. Er hatte „einen von ihnen“ neben seinem Bankautomaten liegen lassen. Für ihn waren es im Grunde nur zu einem gewissen Grad der Freundlichkeit aufgeschreckte Fluchttiere, aufgeschreckt zu der unbegründeten Sorge, sie hätten einen Revolver am Hals. Als müssten sie sich ständig gegen irgendetwas Unheimliches in der Luft oder, noch schlimmer, im Wasser wehren. Aber sie wollten zum Wasser. Das ganze ist ein Spiel. Er und die Funktionäre lauern auf unter der dünnen Wasserhaut hinter getönten Scheiben in BMWs, in Ferraris und Oldtimern. Es hat so etwas niedliches, die Leute unkontrolliert herumfuchteln und reflexartig gegen oben zuschnappen zu sehen. Er langt ihnen in ihre tränenden Augen, bevor sie sich irgendwie erholen. Der Umgang mit dieser Basis von Leuten war für ihn sehr angenehm. Wie mit einem Fettgewebe, das sich selbst sticht. Sie wollten ja keine Lösungen, nur irgendeine wenig künstlich aufrechterhaltene Empfindung von Angst. Das ist vielleicht das einzige Aufrichtige an ihnen geblieben. Neue Feinde wird man erfinden und artig über die Hindernisse springen, solange dabei auf der Straße noch anständig gegrüßt wird. Die Söhne zeugen ihre Väter und die Straßenkünstler versuchen unbeholfen mit ihren farbigen Kreiden die altehrwürdige Theorie auszulegen. Sie knüpfen an, sie reagieren, sie geben wieder, um, endlich befreit von allen Maulkörben, sich anzubellen. Darauf gründet man heute Verbrechen und morgen Entschuldigungen. Es ist eine Art Himmel und Hölle, weil die Teufel uns keine schöneren mehr bauen.

 

Das tickende Geräusch des Blinkers, das er immer mochte. Es gibt ihm das Gefühl von Kontrolle. Eine sympathische junge Frau kommt ihm entgegen, den Kopf von ihm weggedreht. Sie winkt jemandem in der Kanalgasse zu. Er fühlt dabei etwas Warmes in seinem Bauch entstehen. Er schaut ihr lange nach im Rückspiegel und blickt dann wieder nach vorne auf die Straße. Aber es war gar niemand und der Blinker hackt wieder ein. Dieses Gefühl, als würde hinter dem Fahrersitz ein sechs Meter langes Leistenkrokodil ihn bereits die ganze Zeit über fixieren, mag er gar nicht. Ihn dünkt, es rieche jetzt wieder danach, nach verbrannten Fingernägeln. Er hatte das Auto zwar neu gekauft, aber es gleich dem Händler zurückgebracht, ihm bereits vom Handy aus gesagt, es rieche. Dann konnte man aber plötzlich nichts mehr riechen außer natürlich das Plastik und das lackierte Leder. Es kommt zu dem kurzen und nervenzerreißenden Streit von vorhin. Weil es ihm peinlich wird mit dem Händler. Bis er ohne sich zu verabschieden einsteigt, wegfährt. Er sieht die blitzenden Hinterköpfe in den Autos und die Drähte, mit denen sein Vater mit den starken Armen den Kühen die Hörner wegsägte. Der kleine Blutstrahl, der wie ein winziger Springbrunnen aus dem Stumpf bis an die dreckige Stalldecke spritzt und dann der Geruch, wenn sie mit dem Elektrobrenner die Stelle wieder zuschweißen. Die Kuh hat von all dem nicht einmal etwas gespürt. Es war nur ihr Horn. Er erinnert sich an den gutmütigen Knecht, den sie damals hatten, mit den riesigen Händen, der dem Tier dabei den Kopf festhielt. Der konnte überhaupt nicht mit Menschen, nicht einmal reden. Er hatte nur hilflos gelacht, wenn man ihn etwas fragte, sonst war er still. Burkhard hat ihn sich als Kind oft vorgestellt als den nettesten unter allen Menschen. Später wurde ihm erzählt, der Knecht sei absolut verwahrlost in irgendeinem Krachen aufgewachsen und er sei dann zu uns auf den Hof gekommen, weil er versucht habe, seine eigene Schwester zu vergewaltigen. Der riesige Mann arbeitete am Tag – er wusste es nicht genau – und schlief dann wahrscheinlich in einer Art Kammer ganz aus Holz. Er ist dann umgekommen beim Aufbau eines Festzeltes, als es bei einem plötzlichen Windstoß umgeworfen wurde und er unter die Stahlträger geraten ist.

 


Nach dem Essen gibt es Kaffee und Kuchen. Die Leute lesen die Zeitungen. Die netten Großmütterchen, deren abgestandene Parfümsorten sich gegenseitig in der Luft überschlagen, neben ihnen für das Fest aufgerichtete Herren mit gefüllten Hälsen und den Schweinemagen. Ihre rosigen Wangen und gesunden Gesichtshälften wenden sich zu den Kommentaren auf den kleinen Bildschirmen und marschieren im Gummizelt wie Wohlstands-Skorpione. Das Stechen in den Augen sinkt ab beim Lesen in etwas Urdumpfes. In schwarzen Wellen tummeln sich große Buchstaben, grunzende Karpfen und Schwertwale. Dicht unter dem öligen Film der Wasserhaut gleitende, glänzende Kerle. Ihre Beine sind noch zu schwach zum Gehen. Sie erheben sich mit dem Ausdruck von zur Bewusstlosigkeit Geschlagener und beginnen sich mit einigen anderen Amphibien einen Berg hinauf zu winden. Sie steigen aus schwarzen Lieferwagen mit Sonnenbrillen, mit Hüten und Tätowierungen. Sie beginnen mit Schlagringen und stechen mit den spitzen Enden Erinnerungen das warme Fleisch von den Knochen. Sie kratzen auf der Schaufensterscheibe und zeichnen irrsinnige Hieroglyphen auf die Hirnrinde. Es fühlt sich an wie beim Zerbrechen der Weingläser unter dem Druck ihrer Hände wenn sich die warmen und kalten Teile ineinander schieben. Die Leute mit ihren unfassbaren Eidechsaugen sind ins Weltgeschehen angenehm vertieft.

 

Vor dem Amtshaus versammeln sich zu einer großen Szene Köpfe wie Nadelkissen. Man hört das Quietschen einfahrender Züge und das freundliche Gemurmel einer Ausflugsgesellschaft. Bürgermeister stehen oben auf den Balkonen. Unten jagen Hunde Katzen um ein kleines Päckchen Finsternis. Die Zivilschützler in den neonfarbenen Uniformen bewachen dunkle Waldeingänge. Sie stehen bereits mehrere Tage mit Fackeln dort. Es ekelt sie ein bisschen, die Oberfläche zu berühren. Man kann sich daran die Hände verletzten. Man muss Namen für die neuen Ausschweifungen suchen. Es hat die Leute überrascht, wie schnell alles passierte.

 


Marquee

(from Tageslicht/ Daylight)

Matthias Wyss, 2014

 

You can see tracksuits jump over obstacles in geometric forms. The human being is still there for himself in the mini-recreation area. As on sundays, when many tiny dots with velo-helmets and electromobiles are caught up in the chequered tracks of the cultural landscape and they all sparkle from the distance like small, bare-headed mushrooms in the sun. In decorated barns and tents the modesty of an entire party bench is secretly feasting itself on their own hidden viciousness. Above the fog, some leather-suits with kidney-belts and dead gnats on top are enjoying a good piece of Natura-Beef and embrace the chance to imagine how life actually should be. Just as it was two-hundred years ago, when everything was still okay. But the roads don't look like they did two-hundred years ago. People have become fidgety with all the changes. One has to cultivate sorrows; breeding them away from their little gardens and beyond the point of recognition- until nothing identifiable remains for those who knock at the door. It's the last sugar-coated candy to feel simultaneously unhappy and glutted, maybe even a reason why they finally closed the borders.

 


In the parking lots of motorway restaurants, under the many looming skies, he looked for something dark under the stones. Golden roads flow through his hands like golden wine. People are empty glasses, they lie with their ears on the ground like angels and they hear feet scuttling, meaningless noises passing by. Hence they generate ideas. But these images have no meaning. They are merely there to sparkle. To awaken something boyish-adventurous in all of us. In order for something to start growing. A desert remote from hope, in which the sand can be felt drizzling away. Dogged, shiny ants between white dunes transporting something larger: golden beetles. These are ordinary projections in the robbers' cave: No reason to get particularly excited.

 


The many small incidents in the distance; the diagonal and s-shaped lines of the paths grow into each another. They create tracks – it is apparent, that it is impossible to withdraw your gaze from them. The eye is forced to wander about this image. In the process the impression of a whole is lost. All that remains is your own search, your own sensual desire. Impossible to overview anything anymore. Everything is moving within some kind of archaic film, from one event to the next, and one is in the midst of it. This region seems like a rustling area. Then, with sustained attention, its own personal dramaturgy emerges. Each person shapes the pathos of its individual progress and downfall. For example with the help of fine lines which tower over it like the supporting columns of a pyramid, only the ceiling and the floor are missing. Meanings scurrying into the distance are tenderly offset with little dots. The hope of grasping the secret of the image remains intact. It keeps the dramatic process of the losing-oneself-in-the-picture alive. It's fun to surrender to the meaningless noise and to discover ones own stories within it.

 


And here you see the old-timers who are like always sitting too close to each other and are camped out on the party tables like knobs of butter in their pleasantly cool halls, staring into their white-wine glasses, put down by the kids who are not interested in them. They are only a little disappointed that the slaves are ignoring them, that the gods aren't sending thunderbolts. I don't understand why you in particular should have sympathy with these people? You can't really complain. There's no reason to. Everything is flowing into a pleasant and comfortable sea of milk. Many people will believe that we're only talking about a few softly-spoken assholes in rubber tents. Anything that's human has to retreat into hibernation, hide itself.



I touch the plastic-covered surfaces. Nervous fingers inuitively search for a leak, for something slimey in which they can be hidden. Holiday-tanned arms in the green light of the emergency exit, almost like long-necked dinosaurs. During the entire holiday we won't be able to get rid of the unpleasant feeling that people, if they don't have to work, look unnatural. Perhaps people are just a little off, perhaps it's not their own doing. Perhaps it's feigned because people don't want to be confronted with original sin: to only feel semi-well on the numerous yet comfortable sofas and bath-towels. In fact it went just fine even without identity. The busy men with valid residence permits slobbering in sports shoes on white laminate and a solitary monk pathetically wandering around lost on the beachfront, tripping over people’s coloured bath-towels. An artificial and beautiful surface remains.

 

The Regioexpress trains travel on the tracks like futuristic UFOs, everywhere are people who look like princesses and like knights, holding their sandals straight to one another under cushioned seats. Butterflies of glass fly out of tiny recesses that hang on wine-red cushions scattered throughout the carriage of the state railway system. Ruby-red, silver and shimmering blue. On the places where they land white rings of frozen dew form. The inside of the train is bright and burned like a clay cooking-pot. The thoughts of various travel-groups shift within the glass train-carriages like in halls of mirrors;  they are locked into sharks' teeth and thrown to and fro. As soon as one of the travel groups begins with a thing, the other demands the next thing  -and every thing requires care. Therefore a constant worry prevails about the many things left unfinished, which in that manner will never be finished. Otherwise everyone could devote himself to his own thing. No-one will unnecesarily submerge himself in a poisonous vessel at the cost of his hard-earned creative potential, as the signs of paralysis aren't of particular interest.

 

Through the windows of the moving train you can see people waiting in the subterranean stations. In the middle of the grey cloud the lovers lie, enveloped in glimmering puddles, they kiss and bite one another. A kind of web grows from which the many infant babies fall. That isn't a real occurrence. It happens quick-quick. The world is not coming to an end. In the adjacent ticket hall you can hear the usual announcements. A hitch catches the queue and it moves another few metres in the signalled direction.

 

The long-distance flights climb into the sky like burning snakes. The world sits like small children on our Mammut-trousers. In hell, when they slip on banana peels, people always have to laugh. Everyone knows that from home, from their own terrace, from the TV table. You could just be there, with one hand full and drink a little beer without having to wait long. When more and more people leave the roads assigned to them and run naked up the hills like children, who have been left alone in paradise. If it were possible to leave the mundane on the paths and if farmers pounce naked in their freshly-ploughed fields, then one could hide between the furrows and climb on the trees. From below it would look like barren boughs in Conyland. And you shall become like stinging nestles.

 

It has gently begun to rain. The mountains are crumbling a little at the top; at the bottom they are a bit withered. They feel like pathetic statues between life's journeys. They lay their cobblestones on the decorated carpets again. The devil himself didn't even live there anymore. There was a letter-box there, not one of the thousand-headed monsters which perhaps emerge to chop off the revolutionary heads of the people in the parking lots. The nice employees are inside. They have kids and families, who demonstrate. When they empty out the five-cent pieces on the village square, he will take some for himself as well. A green flickering always remains, sometimes on the wooden-walls too, but is it his problem? Can one even turn it off? He himself only sees the turning of the red orb, everything exactly as it was four and a half billion years ago as a so-called bystander. In a feverish dream he tries to grab a base and to pull a little at some invisible hair, but soon the beautiful Panini pictures will be stretched over the many promising rectangles. He reawakes on the humming summer meadow, in a commune of hay-rakes. The jays are twittering. They are drinking goats' milk. They are dressed in furs and then they kiss one another on the mouth. Everything is again as in a dream, before the crickets begin to screech, while the ibex gallop around the huts at night. He experiences the unpleasant spasm of the lower pelvic floor. His innocent eyes are forced out of their pond-like apathy of landscapes and melodies and onto the surface. Negating his loyalty card, he packs the shopping in his self-sewn goatskin backpack. He has to key in the pin-code several times, from nervousness. His hands melt with those of the sales-assistant into spirals. They are nature-given tools, to split bones and arrive at the desired marrow.

 

Plastic chairs are melted closer to each other and one keeps wiping sawdust – the padding material from the Ikea packaging – from one's back. Inside the rubber tents they are talking about the farmers, who still washed themselves in tubs and bent down in their parlours. Their ancestors were already born here. The people with the blindfolds twirl happily on their leashes around the stick in the middle. The opposing team tries to displace them, unnoticed. One gets to know oneself this way and to know onself to death. By the backs of heads and hair-styles, if one has to wait at the check-out and it bleeps. In the rear-mirrors too, so that one doesn't turn to stone. The substances, the experiences which one gains and how I distinguish myself from you. To achieve more with one life than with the 250 micrograms seems increasingly unlikely.

 


The preparations for the party are already running efficiently and smoothly. People arrive in coaches. They want to see the old-timers in the sawdust one last time, the hedonists and the bon vivants from the cities. They come in ridiculous, awkwardly traditional costumes and return to their tastelessly renovated kitchens with their filled trays. Barns were cleaned out and lovingly decorated with ribbons. Placards all around- stretched by the dignitaries on the floral wreaths with brute force. It all must make quite an insulting impression on them.

 

Since the concert has begun though, the people on the benches have become noticeably nervous, moving somewhat away from the stage. Gaping dance-floors opened up at the places, where they disappeared. At that point no-one knows if one is allowed to move or has to clap. The arses remain nailed to the party bench, while Guggen music keeps on restarting. Unexpectedly one experiences shame – what will the foreigners think of us. If at some point they no longer existed, we would train specialists to paint their remains of earthenware jugs and the affected areas can only be entered with protective clothing, because of the acidity of the evaporations.

 

Ruchti, Burkart and Strebler suck in the pissy air, while Darbellay and the others of the sovereign fearfully gather around the small table-fire. The three are in an argument. One sparring-partner is represented by an empty chair at the end of the table. But the worries of the people were taken first. One has sheltered them from these poor people and was able to protect them from even more influence. The people remained down-to-earth. They feel a bit tight around the belt and one possible should give them some air and open the top button. Courage grips them behind their own steering wheel and an overwhelming aggressive desire arises to honk the horn, even without reason. Too often one doesn't know who is speaking. Someone who acts as if it were his tent. One can see the sweating faces squeeze past with cautious greedy gestures, they want to get closer to the cheese buffet at any cost and at this point would be absolutely capable of doing terrible things to one another.

 

The sounds of the many forks and teaspoons and plates are drowned out by the church bells down in the village. Between the people's desire there is always a kind of magical second-long traumatic empty boom, and in the following they tuck in. Ruchti tries to concentrate on the metallic noise with closed eyes. The whole thing has become one big lump of dough in his head, which out of embarrassment rapes itself in the battle for its own survival. A choked contempt out of a cosmically reversing stomach gurgles towards the people. Beads of sweat pearl over his erect forehead chakra.



In the concrete vault, postcards of monks in orange rags hang in front of red sunsets.
The small soapstone living-room Buddha stands in the corner and on top of that a bowl with incense sticks and the aromatic bottles – probably massage oils – things that he had never previously seen in the house. In the middle of the room there's the expensive massage table with the hole where you put your head. Everything looks so indescribably vulnerable that he would love to take a reckless swipe at it. But who would then come to her in the air-raid shelter, that's what he would really like to know from her. She hasn't even had an education and he didn't want her to touch him. He warned her, in the case of atomic attack – for which he'd had the air-raid shelter built at great cost – she would have exactly sixty seconds to clear out all the stuff. If it takes a second longer he will close the heavy steel-concrete doors from the inside and not let her in until the radioactivity in the atmosphere has settled a bit. He imagined this scanario while he indifferently followed his wife's failed attempts with the stop-watch function on his Rolex. Yes, she would beseech him and she would regret it, while he would close the soundless giant doors in front of her. He imagined the DVDs that he would watch and considered which of the tins he would eat first. From time to time he turns the stereo quieter; only if he presses his ear quite close to the door can he hear through the insulation the muffled cries of the burning woman in the cellar, but only at the beginning. Then it becomes quieter. Then he will be left in peace.

 

They have learned the tacky "shared humanity", which they constantly try to pin onto him when he stands before court, from the snapping instinct of lizards. He felt closer to these animals. Already as a child he had been caught motionless in the eye of the large reptile at the entrace to the zoo. When it fixed onto him, even through the thick glass pane. Amstutz thought initially these people are actually just stupid. They didn't even want to look through him. He had left "one of them" lying beside the ATM. To him they were basically just animals of flight, startled into a certain degree of friendliness, in the unfounded fear that they had a revolver at their necks. As if they constantly had to defend themselves against something unsettling in the air or worse, in the water. But they wanted to go to the water. The whole thing is a game. He and the functionaries lurk under the thin surface of the water behind tinted panes of BMWs, Ferraris and Oldtimers. There's something so cute about seeing people flounder about uncontrolledly and snap reflexively upwards. He reaches them in their teary eyes, before they somehow recover. Hanging out with this basis of people was very pleasant for him. Like adipose tissue that stings itself. Indeed, they didn't want any solutions, only some kind of artificially maintained feeling of fear. That is perhaps the only sincere thing that remains about them. You can discover new enemies and politely jump over the obstacles as long as you greet people decently on the streets. Sons beget their fathers and the street artists clumsily try to construe time-honoured theories with coloured chalk. They engage, they react, they repeat- finally freed of their muzzles to bark at themselves. Crimes are based on that today and tomorrow, on apologies. It's a kind of heaven and hell because the devils can no longer build us more beautiful ones.

 

The ticking sound of the indicator that he always liked. It gives him the feeling of control. An appealing young woman comes up to him, her head turned away from him. She waves at someone in Kanal Street. He feels something warm develop inside his belly. He looks at her in the rear-view mirror for a long time and then looks ahead to the street again. But it wasn't anyone and the indicator cuts in again. He absolutely doesn't cherish the sensation that a six metre-long salt-water crocodile behind the driver's seat is fixed on him all the time. It seems to him that it smells of that again, of burnt fingernails. In fact he bought the car new, but returned it to the dealer immediately, already told him from his cellular phone, that it smells. But suddenly you couldn't smell anything anymore except of course the plastic and the lacquered leather. It goes back to the short and nerve-shattering argument of earlier. Because it becomes awkward with the dealer. Until he gets in and drives off without saying goodbye. He sees shiny backs of heads in the cars and the wires with which his father sawed off the cows' horns with his strong arms. The small spurt of blood which squirted like a tiny fountain out of the stump up to the filthy stall roof and then the smell when they solder the spot with the electro-burner. The cow didn't even feel anything. It was only its horn. He recalled the good-natured boy whom they had then, with the huge hands, who held the cow's head during the procedure. He couldn't be with people, couldn't even speak. He only laughed helplessly if someone asked him something, otherwise he was quiet. As a child, Burkhard often imagined him as the nicest of all people. Later he was told that the boy had grown up in some kind of a hole, in total squalor, and then had come to our farm because he had tried to rape his own sister. The giant man worked during the day – he didn't know the exact details- and then probably slept in some kind of cell, entirely made of wood. He died later, when he was building a marquee, that was suddenly blown over by a gust of wind and he was caught under the steel beams.



After the meal there's coffee and cake. People read the newspapers. Nice grandmothers whose stale perfumes overpower one another in the air, next to them are men dressed up for the party with stuffed necks and pigs' stomachs. Their rosy cheeks and healthy face halves turn towards the comments on the small screens and march in the rubber tent like wealthy scorpions. The stinging in the eyes subsides into something dullish when you read. Big letters, grunting carps and killer whales bustle in black waves. Floating shiny guys, close to the oily film of the water's surface. Their legs are still too weak to walk. They lift themselves up with the expression of people beaten to the point of unconsciousness and begin to wind themselves up a mountain with some other amphibians. They get out of black delivery vans with sun-glasses, with hats and tattoes. They begin with knuckle-dusters and with the sharp ends of switch blade knives they stab the warm flesh of memory from our bones. They scratch at the display window panels and draw insane hieroglyphs on the cerebral cortex. It feels like when you break wine-glasses under the pressure of your own hands, when the warm and cold pieces meld into one another. The people with their non comprehending lizard eyes are pleasantly immersed in world affairs.



In front of the district office, heads like pincushions are gathered into a big scene. You can hear the squealing of moving trains and the friendly murmur of a travelling party. Mayors stand high on the balconies. Below dogs chase cats around about a small packet of darkness. The civil defence people in neon uniforms oversee dark entries to the forest. They have been standing there with torches for several days. They are a bit disgusted to touch the surface. You can injure your hands doing that. You have to find names for the latest debaucheries. It surprised the people how quickly it all happened.